10 Jahre functionHR: Im Interview mit Daniela Datzer, Julian Süß und Julian Huff

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Interview 10 Jahre functionHR mit Julian Süß, Daniela Datzer und Julian Huff

Zehn Jahre sind eine Wegmarke, die man sich verdienen muss. Im Mai 2026 feierte functionHR sein zehnjähriges Jubiläum. Im HR-Tech-Markt, in dem Ideen schnell entstehen und ebenso schnell wieder verschwinden, ist ein Jahrzehnt kein Selbstläufer. Es ist das Ergebnis von Entscheidungen, Haltung und dem Willen, etwas wirklich Relevantes zu bauen.

2016 gründeten Julian Huff und Julian Süß zusammen mit Daniel Mühlbauer functionHR mit einer klaren Überzeugung: HR-Arbeit kann datengestützt, messbar und wirksam sein, und sollte es auch sein. Was als wissenschaftlich geprägte Vision begann, ist heute eine führende Plattform für Mitarbeiterbefragungen, 360-Grad-Feedback und People Analytics im DACH-Raum. Seit April 2022 ist Daniela Datzer Teil von functionHR und prägt die Weiterentwicklung des Unternehmens maßgeblich mit. Seit Mai 2025 ist sie neben Julian Huff und Julian Süß Teil der Geschäftsführung.

Zum Jubiläum haben wir die Gelegenheit genutzt, alle drei zu fragen: Wie war der Anfang? Was hat functionHR geprägt? Welche Momente bleiben? Und wohin geht die Reise?

Die Gründung: Wie alles begann

Wie kam es zur Gründung von functionHR? Und was war der Moment, in dem ihr gewusst habt: Das wird etwas?

Julian Huff

Ich erzähle die Geschichte einmal so, wie ich sie im Kopf habe. Ich war damals mit Daniel Mühlbauer beim Skifahren. Dabei haben wir überlegt, dass wir nach unseren Dissertationen doch eigentlich ausgründen könnten, in Richtung Analytics im HR, weil wir uns schon während der Dissertation sehr für dieses Thema interessiert haben. Daraus wurde mit der Zeit eine konkretere Idee.

Irgendwann haben wir Julian Süß gefragt, ob er Lust hätte, mitzumachen, weil wir wussten, dass er ein hervorragender Data Scientist ist und uns sehr gut ergänzen würde. Und Julian hat sofort gesagt: Das ist genau das, was ich mir immer gewünscht habe.

Zunächst hatten wir die Idee, eine People-Analytics-Beratung aufzubauen. Irgendwann habe ich dann aber einfach einen ersten Prototypen gebaut: eine einfache Oberfläche, die direkt auf Daten zugreift, Ergebnisse berechnet und diese in einer Webanwendung visualisiert. Da habe ich gemerkt: Daraus kann man richtig viel machen. Statt mühsam PowerPoint-Berichte zusammenzubauen, könnte man eine Software bauen, die genau das automatisch übernimmt.

Julian Süß

Die Grundidee war, das, was wir in der Forschung gemacht haben, also Datenanalysen fürs Personalmanagement, in die Praxis zu übertragen. Es sollte nicht bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen bleiben, sondern Unternehmen sollten damit wirklich arbeiten und HR stärker evidenzbasiert ausrichten können.

Die Vorgründungsphase war allerdings ziemlich lang, weil wir parallel noch unsere Dissertationen fertigschreiben mussten. Zwischen der ersten Idee und der tatsächlichen Gründung lagen ungefähr eineinhalb Jahre. Warum HR? Das lag für uns nahe, weil wir alle im Personalmanagement promoviert haben. Und warum der DACH-Markt? Einerseits, weil es unser Heimatmarkt ist, andererseits, weil er mit Themen wie Betriebsrat und Datenschutz sehr eigene Anforderungen hat. Das war für uns eher ein Vorteil.

Daniel Mühlbauer war in der Anfangsphase ebenfalls wichtig. Welche Rolle hat er gespielt?

Julian Huff

Daniel war in der Anfangsphase derjenige, der Marketing, Vertrieb und Netzwerkaufbau stark vorangetrieben hat, während wir eher auf der technischen und analytischen Seite unterwegs waren. Gerade am Anfang ist das enorm wichtig: Nur weil man ein Unternehmen gründet, interessiert sich die Welt ja nicht automatisch dafür.

Julian Süß

Er ist rausgegangen, hat Kontakte geknüpft, Gespräche geführt, Empfehlungen angestoßen und dafür gesorgt, dass über uns gesprochen wurde, auf Veranstaltungen, in der HR-Community und in ersten Beiträgen. People Analytics war damals noch ein sehr neues und teils unbekanntes Thema. Da brauchte es jemanden, der erklären konnte, warum das relevant ist.

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Von harten Daten zur Befragungsplattform: Wie sich die Vision entwickelt hat

Was war eure ursprüngliche Vision für functionHR? Was davon ist heute noch erkennbar?

Julian Süß

Am Anfang haben wir stark auf sogenannte harte HR-Daten gesetzt, also Daten, die in Unternehmen ohnehin vorhanden sind, etwa Stammdaten oder Weiterbildungsdaten. Unsere Idee war, daraus gute Modelle zu bauen, zum Beispiel um Fluktuation besser vorherzusagen und zu erklären.

Relativ schnell haben wir aber gemerkt: Mit Bestandsdaten allein kommen wir nur begrenzt weiter. Die Datenqualität ist häufig schwierig, die Aufbereitung aufwendig, und selbst wenn ein Modell ein höheres Risiko zeigt, hat man dadurch häufig noch keine praktikablen Stellhebel, um etwas daran zu ändern. Genau an diesem Punkt wurde für uns klar: Wenn man People Analytics sinnvoll betreiben will, muss man die Perspektive der Mitarbeitenden einbeziehen.

Julian Huff

Wir haben schnell gemerkt, dass harte HR-Daten allein nicht ausreichen, wenn man menschliches Verhalten im Unternehmenskontext wirklich verstehen möchte. Wenn man wissen will, warum Menschen bleiben, gehen, engagiert sind oder sich verändern möchten, muss man sie direkt fragen. Deshalb sind Befragungs- und Feedbackdaten so wichtig: Sie liefern den höheren Erklärungsgehalt und machen People Analytics deutlich handlungsnäher.

Herausforderungen und Teamzusammenhalt

Was überrascht euch heute am meisten, wenn ihr auf die Reise zurückblickt?

Julian Huff

Am Anfang haben wir uns Schritt für Schritt vorangetastet: Produkte und Prototypen entwickelt, ausprobiert, was am Markt funktioniert, und daraus gelernt. Was mich rückblickend überrascht hat, war die Lücke zwischen anfänglicher Begeisterung und tatsächlicher Umsetzung. 2017 und 2018 war die Euphorie rund um People Analytics riesig. Viele fanden das Thema spannend, aber nur wenige Unternehmen waren wirklich bereit, erste Pilotprojekte zu starten oder konkret ins Handeln zu kommen.

Mein Eindruck ist, dass sich das erst ab etwa 2020 spürbar verändert hat. Seitdem ist People Analytics deutlich stärker in den Unternehmen angekommen, und auch die Bereitschaft, daraus konkrete Projekte zu machen, ist gewachsen.

Was waren schwierige Momente, und was habt ihr daraus gelernt?

Julian Huff

Schwierige Momente gab es einige. Ganz am Anfang waren es vor allem finanzielle Unsicherheiten. Wenn man noch kaum Einnahmen hat und es manchmal davon abhängt, ob eine Zahlung rechtzeitig eingeht, lernt man sehr schnell, mit Druck umzugehen. Auch der Weggang unseres Mitgründers Daniel war einschneidend. Als junges Unternehmen stellt man sich dann grundlegende Fragen: Wie geht es weiter? Wie verteilen wir Verantwortung neu? Und wie bleiben wir fokussiert?

Julian Süß

Später kamen die klassischen Wachstumsschmerzen dazu. Als wir die ersten wirklich großen Kunden gewonnen haben, hat sich vieles verändert: finanziell positiv, aber auch organisatorisch, personell und technologisch. Plötzlich musste unsere Software für zehntausende Mitarbeitende funktionieren, international, über verschiedene Standorte hinweg, auf unterschiedlichen Geräten und ohne Reibung. Gerade bei Mitarbeiterbefragungen ist das ein sensibles Thema. Wenn dort etwas nicht funktioniert, entsteht sehr schnell Druck.

Rückblickend waren genau diese Phasen wichtig. Sie haben uns gezwungen, professioneller zu werden, Verantwortung neu zu verteilen und die Technologie auf ein Niveau zu bringen, mit dem wir große und komplexe Projekte zuverlässig umsetzen konnten.

Welche Phase hat euch als Team besonders zusammengeschweißt?

Julian Süß

Gerade am Anfang gab es viele besondere Momente: die ersten Kunden, und dann Kunden, die deutlich größer und komplexer waren als alles vorher. Wenn dann am Samstag um drei Uhr nachts noch die letzten Features eingebaut wurden, sind das Situationen, an die man sich erinnert, nicht nur, weil sie anstrengend waren, sondern weil sie im Rückblick etwas Verbindendes haben.

Julian Huff

Wenn man so lange und so intensiv zusammenarbeitet, fühlt sich das manchmal fast ein bisschen wie eine Ehe an. Es gibt gute Phasen, schwierige Phasen, und auch Phasen, in denen man sich fragt, ob man nicht besser getrennte Wege gehen sollte. Bemerkenswert finde ich aber, dass wir uns bisher immer wieder zusammengerauft, uns neu auf unsere Ziele ausgerichtet und sie weiterverfolgt haben.

Wichtig war auch, dass an manchen Stellen neue Personen dazugekommen sind, die die Konstellation verändert und frische Perspektiven eingebracht haben, insbesondere Dani. Das hat uns sehr gutgetan.

Daniela Datzer

Ich bin 2022 richtig bei functionHR eingestiegen, über die wissenschaftliche Verbindung zur Universität und einen Kollegen. Ich war von Anfang an sehr von dem Vorhaben überzeugt und fand es ein großes Ideal, Erkenntnisse aus der Wissenschaft stärker in die Praxis zu tragen und ein qualitativ hochwertiges Produkt mitgestalten zu können.

Damals waren wir noch ein kleines Team. Ich habe mich sehr schnell willkommen gefühlt und diesen Start-up Drive gespürt, der immer noch da war. Das hat mich angesteckt. Gleichzeitig habe ich schnell gelernt: Nicht alles, was man in der Wissenschaft macht, lässt sich eins zu eins in die Praxis übertragen. Kompliziert und komplex ist nicht automatisch besser. Ein gutes Gleichgewicht zwischen Praktikabilität und guter wissenschaftlicher Praxis zu finden, war eines der ersten großen Learnings.

Wenn ihr functionHR noch einmal gründen würdet: Würdet ihr es wieder genauso machen?

Julian Süß

Grundsätzlich: ja. Im Spezifischen gibt es natürlich Dinge, die wir heute anders angehen würden. Wir wissen heute viel mehr über Kunden, über den Markt und darüber, wie B2B-Prozesse tatsächlich funktionieren. Vertrieb in größeren Unternehmen ist komplex, es sind viele Stakeholder beteiligt, und es braucht strukturiertes Management. Das würden wir bei einer Neugründung weniger naiv und früher strukturierter angehen.

Julian Huff

Das hängt auch damit zusammen, dass wir uns bewusst entschieden haben, organisch zu wachsen und nicht mit Investoren. Dadurch mussten wir uns alles selbst erarbeiten, nicht nur das Geld, sondern auch viele Fähigkeiten und Kenntnisse in verschiedenen Bereichen. Gleichzeitig würde ich weiterhin sagen, dass der organische Weg für uns im Rückblick der richtige war. Was ich mitnehmen würde: Wenn man bestimmte Rollen am Anfang nicht direkt besetzen kann, sollte man trotzdem versuchen, Prozesse früh sauber aufzubauen und sie von erfahrenen Leuten spiegeln zu lassen.

Daniela Datzer

Was ich genauso machen würde: Dinge ausprobieren und die Offenheit haben, dass sie scheitern dürfen, und dass man sie dann anders angeht. Dafür braucht es eine gewisse Wiederaufsteh-Mentalität. Man darf sich nicht zu sehr von Rückschlägen demotivieren lassen. Wir haben über die Jahre viel ausprobiert, was nicht funktioniert hat. Aber wir haben eben auch viel ausprobiert, was uns nach vorne gebracht hat.

Von der Idee zur skalierbaren Plattform

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HR-Tech im Wandel: Von der Pionierphase zur KI-Ära

Wie hat sich die Branche in den letzten zehn Jahren verändert?

Julian Süß

Zwischen 2014 und 2016 gab es in Deutschland einen Boom an HR-Tech-Start-ups. Da war viel Aufbruch, viel Bewegung, viele Neugründungen. Heute merkt man, dass der Markt reifer geworden ist: Unternehmen werden aufgekauft, der Markt konsolidiert sich, und manche Anbieter verschwinden wieder.

Auch People Analytics hat sich verändert. Am Anfang haben Menschen entweder gesagt: „Ah, spannend", oder: „People was?" Inzwischen wird das Thema seit Jahren von verschiedenen Anbietern und Beratungen dekliniert. Fast wirkt es schon wieder ein bisschen wie ein alter Hut, weil jetzt KI im Mittelpunkt steht. Technologisch hat sich viel getan. Früher war eine Treiberanalyse State of the Art. Heute geht es darum, quantitative und qualitative Daten zu verknüpfen und mithilfe von KI möglichst direkt einen Aktionsplan abzuleiten.

Julian Huff

Am Anfang war unser Ansatz schon sehr innovativ: People Analytics mit Befragungen verbinden und das Ganze als moderne Web-Applikation umsetzen. Viele Unternehmen haben damals Befragungen durchgeführt und anschließend PowerPoint-Berichte mit Mittelwerten erstellen lassen. Unser Ansatz war zu dieser Zeit neu. Heute stehen wir mit Large Language Models und KI wieder an einem Punkt, an dem sich Dinge stark verändern. Dadurch entstehen neue analytische Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen, wenn man objektiv auf die Grenzen von KI blickt, etwa mit Blick auf reproduzierbare und verlässlich korrekte Ergebnisse.

Daniela Datzer

Man merkt auch, dass HR über die Zeit einen größeren Stellenwert bekommen hat. Die Erkenntnis, dass Mitarbeiterzufriedenheit auch für Kennzahlen wie die Unternehmensperformance eine hohe Bedeutung hat, hat dazu geführt, dass HR stärker auf Augenhöhe wahrgenommen wird. Gleichzeitig braucht es dafür ein verlässliches Reporting. Genau da können wir gemeinsam mit unseren Kunden einen wichtigen Beitrag leisten.

Kunden, Geschichten und persönliche Rückblicke

Welche Geschichte aus der Unternehmensgeschichte erzählt ihr am liebsten?

Daniela Datzer

Ich erzähle gerne die Geschichte von meinem Start bei functionHR, der etwas holprig war. Ich kam an meinem ersten Arbeitstag zum unternehmensweiten Strategie-Workshop zu spät, weil mein Auto kurz vorher abgeschleppt wurde, obwohl ich es extra noch umgeparkt hatte, damit genau das nicht passiert. Warum ich trotzdem gerne an meinen ersten Tag und diese Geschichte zurückdenke: Diese unternehmensweiten Strategie-Workshops, bei denen man sich als Team in einer 100-Prozent-Remote-Kultur bewusst persönlich trifft, sind wahnsinnig wertvoll, gerade für den Einstieg ins Unternehmen.

Julian Huff

Ich glaube, ich habe gar nicht die eine konkrete Geschichte. Für mich ist die Unternehmensgeschichte insgesamt die schönste Geschichte. Sie ist mittlerweile schon ziemlich lang, war immer wieder aufregend und wird wahrscheinlich auch aufregend bleiben. Aber sie hat uns immerhin bis zu zehn Jahren functionHR geführt.

Gibt es Kunden oder Projekte, die functionHR besonders geprägt haben?

Julian Süß

Gerade am Anfang war eigentlich jeder Kunde ein weiterer Schritt, und häufig auch ein Schritt nach vorne. Es gab immer wieder Projekte, bei denen wir etwas gemacht haben, was wir vorher so noch nicht gemacht hatten: erst überhaupt ein Produkt in der Praxis an den Start bringen, dann mit größeren und komplexeren Organisationen arbeiten und später auch internationale Projekte mit viel mehr Komplexität und größeren Mitarbeiterzahlen umsetzen.

Besonders prägend waren Kunden, die People Analytics nicht nur als einzelne Befragung verstanden haben, sondern als breiteren datenbasierten Ansatz im HR-Kontext. Wenn Kunden selbst sehr visionär gedacht und das Thema auch nach außen getragen haben, hat uns das enorm geholfen.

Daniela Datzer

Man kann insgesamt sagen, dass man mit jedem Kunden sehr viel lernt, weil die Prozesse sehr unterschiedlich sind. Kein Projekt ist wirklich gleich, auch wenn man denken könnte, dass Befragungen am Ende immer ähnlich funktionieren. Genau das macht die Arbeit aus. Wir haben das Privileg, mit offenen und innovativen Kunden zusammenzuarbeiten, die dem Thema den nötigen Stellenwert einräumen und bereit sind, gemeinsam weiterzudenken.

Daniela, wie hat sich dein Blick auf functionHR seit 2022 verändert?

Daniela Datzer

Wir sind in der Zeit, in der ich dabei bin, stark gewachsen, eigentlich haben wir uns vervierfacht. Das ist sehr schön zu sehen. Gleichzeitig bringt Wachstum Herausforderungen und manchmal Wachstumsschmerzen mit sich. Wir mussten Prozesse standardisieren, professionalisieren und unabhängiger von einzelnen Personen gestalten.

Das war eine herausfordernde, aber auch spannende Reise. Ich freue mich, dass ich diesen Weg mitgestalten durfte.

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Wohin die Reise geht: functionHR in den nächsten zehn Jahren

Wo steht functionHR in weiteren zehn Jahren? Und welche Entwicklung treibt euch heute am meisten an?

Julian Huff

Mich treibt die KI-Revolution an, oder besser gesagt: einen vernünftigen Umgang mit diesem Thema zu finden und Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, die wirklich Mehrwert schaffen. KI ist für uns kein Modethema, sondern eigentlich schon lange Teil unseres analytischen Denkens. Viele Methoden, die heute unter KI laufen, gehören bei uns schon lange zum Werkzeugkasten, immer mit dem Ziel, Daten besser zu verstehen und daraus konkrete, nutzbare Erkenntnisse abzuleiten.

Julian Süß

Ich glaube, wir werden uns künftig noch stärker dahin entwickeln, dass Befragungen nicht nur Daten liefern, sondern echte Veränderungen ermöglichen, bei Einstellungen, Verhaltensweisen und letztlich auch beim Unternehmenserfolg. Im Produkt bedeutet das: Wir wollen noch konkreter und rollenspezifischer Empfehlungen geben, also sehr klar zeigen, welche nächsten Schritte eine Nutzerin oder ein Nutzer gehen kann, um wirksamer und erfolgreicher zu werden.

KI ist dabei eine wichtige Unterstützung. Wir haben schon immer nicht nur Mittelwerte ausgewertet, sondern mit Treiberanalysen geschaut, wo die größten Hebel liegen. In Zukunft wird es noch stärker darum gehen, quantitative und qualitative Daten zu verbinden, und das, was wir aufgebaut haben, sichtbarer zu machen und in die Welt zu tragen.

Daniela Datzer

Meine Vision ist, dass wir in zehn Jahren die vertrauenswürdige Befragungsplattform Nummer eins in Europa sind, nicht nur im DACH-Markt, sondern darüber hinaus. Ich sehe uns als starke, datenschutztreue Alternative zur amerikanischen Konkurrenz: europäisch, verlässlich und nah an den Anforderungen unserer Kunden, mit dem Ziel, einen echten Mehrwert zu liefern.

Was möchtet ihr den Menschen sagen, die functionHR in den letzten zehn Jahren begleitet haben?

Julian Süß

Vielleicht ganz schlicht: Danke. Ohne unsere Kunden, unser Team, Partner und viele Menschen, die uns unterwegs unterstützt haben, wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Gerade am Anfang gab es viele Menschen, die den Mut hatten, mit uns loszugehen, obwohl wir noch jung waren und vieles erst im Entstehen war. Dieses Vertrauen hat uns enorm geholfen.

Daniela Datzer

Dem kann ich mich nur anschließen. Auch intern war es ein großer Vertrauensbeweis, Verantwortung abzugeben und darauf zu bauen, dass andere Themen gut weiterführen. Und natürlich gilt unser Dank besonders unseren Kunden, die sich mit uns auf diese Reise eingelassen haben, manchmal sicher auch mit einer Portion Abenteuerlust.

Julian Huff

Manchmal war es vielleicht ein bisschen wie eine gemeinsame Bergtour: Man startet mit einem Ziel, unterwegs ändern sich die Bedingungen, und am Ende kommt man vielleicht auf einem anderen Gipfel an als ursprünglich gedacht. Aber genau diese gemeinsame Bewegung, dieses Dranbleiben und Weiterentwickeln, hat functionHR geprägt.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die kommenden zehn Jahre!

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